Das Wohnen in Spanien ist Anfang 2026 erneut deutlich teurer geworden. Die Preise für Eigentumswohnungen sind innerhalb eines Jahres um mehr als 20 Prozent gestiegen. Auch Mieten wurden teurer, mit einem Anstieg von mehr als 8 Prozent. Dies geschieht trotz Maßnahmen der Regierung zur Begrenzung der Preise.
Der Durchschnittspreis für eine Bestandsimmobilie liegt derzeit bei rund 2.900 Euro pro Quadratmeter. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung zahlt man daher schnell mehr als 230.000 Euro. Dies ist der stärkste Anstieg der letzten zwanzig Jahre.
Der Preisanstieg ist je nach Region sehr unterschiedlich. In Murcia stiegen die Immobilienpreise mit mehr als 27 Prozent am stärksten. Auch in Andalusien und der Region Valencia waren die Steigerungen erheblich. In teuren Gegenden wie Madrid und den Balearen liegen die Preise mittlerweile bei über 5.000 Euro pro Quadratmeter.
Auf dem Mietmarkt ist die Situation nicht viel besser. In allen autonomen Regionen sind die Mieten gestiegen. Vor allem in der Region Valencia und Castilla-La Mancha sind die Mieten deutlich teurer geworden. Madrid bleibt mit Durchschnittspreisen von über 21 Euro pro Quadratmeter die teuerste Stadt für Mietwohnungen.
Experten zufolge ist das größte Problem der Mangel an Wohnraum. Es werden zu wenige neue Häuser gebaut, während die Nachfrage weiter steigt. Dadurch steigen die Preise weiter und es wird immer schwieriger, etwas Bezahlbares zu finden.
Die bestehenden Mietpreisbeschränkungen scheinen wenig Wirkung zu zeigen. Vor allem Menschen mit niedrigem oder mittlerem Einkommen spüren die Folgen. Für viele Familien wird es immer schwieriger, eine geeignete Wohnung zu finden.
Quelle: Agenturen




